Die Wetterlage für das Wellenreiten in Süd Frankreich. Teil 2. Das Schwell vorhersehen

Es gibt die alte Methode, man kann sich die Isobarenkarten anschauen, die Meeresbojen und Satellitendaten befragen. Heutezutage werden sie für den Surfer von Webseiten interpretiert.
Für mehr Genauigkeit kann der Surfer alle Daten kreuzen und sich eine ziemlich genaue Einsicht für die 7 nächsten Tage verschaffen.

Hier einige Webseiten für Surfwetterbericht unter vielen anderen :

Yadusurf

Windguru

Seekarten online :

Wetter-Webseiten der Navy

Um die wirkliche Wellenhöhe der Wellen vorherzusagen, muss man auf die Richtung der Dünung und auch auf die Periodendauer achten. In einer Abstand von über 10 Sekunden kann eine einen Meter Höhe angegebene Dünung größer sein.
Im Gegenteil wird eine Dünung mit einer Periodendauer von 5 Sekunden kleiner, kürzer und schwächer sein.
Ist die Periodendauer lang, wird die Dünung breit und stark sein, so sind die meisten winterlichen “ swells “ an der Atlankktikküste der “ Landes „.

Die saisonalen Phänomene und die geographischen Besonderheiten spielen auch eine Rolle.

  1. Lokaler Wind : Thermik

Im allgemeinen bei stabilem Wetter beobachtet man eine Abwechselung zwischen Landwind (ablandigerWind) morgens und Seewind (auflandiger Wind) am Nachmittag. Nachts kühlt das Land schneller als das Meer ab, die abgekühlte Landluft fließt zur Wasseroberfläche, deren warm gewordene Luft in den Himmmel aufsteigt. (Prinzip der kommunizierenden Röhren)
Wenn die Sonne die Landfläche richtig aufgeheizt hat, dreht sich die Zirkulation oft um die Mittagszeit um, die warme Landluft steigt und wird von der kühlen Wasserluft, die N/W zur Atlantikküste weht, ersetzt.
An der französischen Atlantikküste wehen hauptsächlich Nord/West Seewinde.

Wie verhält sich der Wind in einem Tiefdruck-Szenario ? Der Südwind kündigt die Ankunft einer Wetterstörung an, weht West bei ihrer Durchgang und Nord/West nach der Störung.

Im Winter wehen hauptsächlich Seewinde wegen dem fortwährenden Durchzug von Depressionnen nah der Küste. Die anderen mehr antizyklonischen Jahrerzeiten bekommen morgens leichte Off-shore-Winde und an manchen Tagen sogar den ganzen Tag Off-shore-Winde. Ein leicht wolkenbedeckter Himmel sorgt für das Anhalten des Off-shore-Windes den ganzen Tag, während eine brutale Aufheiterung des Himmels zur Erwärmung der Landfläche führt und die Ankunft des thermischen West-Winds verursacht.

Universal-Regel : ein guter Off-shore-Wind sorgt für optimale Surfbedingungen !!

2. Das Capbreton-Hossegor-Gebiet profitiert von einem Mikroklima und einer einzigartigen Topografie.

Die Tiefs, die an den Pyrenäen hängen bleiben und Baskenland mit Regen überschütten, erreichen oft den Süden der “ Landes “ nicht und der thermischeWind kommt meistens früher über Vieux-Boucau auf.

Der Kontinentalsockel neigt sich seewärts bis 200 Meter Tiefe mit nur 0,2% Gefälle bis zum Kontinentalhang, der abrupt fällt und sich über 65 Km dehnen kann. Dieser sanfte Neigung bremst die Dünung. Auf den pazifischen Inseln, wo der Kontinentalsockel nicht vorhanden ist, bricht die Dünung kräftig ans Land, denn sie hat ihre Geschwindigkeit nicht verloren.

Ein etwa ähnliches Phänomen geschieht in Capbreton und Hossegor dank dem „Gouf „, eine Unterwasserkluft, die gegenüber der Hafeneinfahrt nur 300 Meter von der Küste entfernt, beginnt.
Diese Nähe erklärt wahrscheinlich dieses ähnliche Phänomen, nämlich trifft die Dünung spät auf den Kontinentalsockel und behält dadurch ihre Geschwindigkeit, was kräftige Wellen mit Tunnels erzeugt. Es ist der Fall am Surfspot “ La Gravière “ in Hossegor oder “ La Piste “ in Capbreton.

Jedoch wird der gefährlichste Spot der Welt harmlos je nach Gezeitenkraft und bei kleiner Dünung.

3. Die Küste bietet abwechslungsreiche Surfspots

Nehmen wir als Beispiel Capbreton, Hossegor, Seignosse ! Bei großer Dünung findet man Strände, wo die Wellen je nach der Dünungsorientierung 2 bis 4 mal kleiner sind, es sei denn es gibt überhaupt keine.
Am Südstrand von Hossegor bricht die Dünung auf den Sandbank der Nordstrandes und ist deshalb kleiner.
Die Spots von Capbreton, “ la Centrale „, “ le Prévent „, “ le Santocha “ werden durch den Hafendamm und die Wellenbrecherblocksteine vor großen Wellen geschützt.

Die Strände von Seignosse bekommen mehr Dünung als in Capbreton, denn die Dünung kommt im allgemeinen von Nord/West ; bei winzigen Surfmöglichkeiten hat man dort eine Chance, noch Wellen zu finden. Bei gleich großen Wellen sind die Wellen in Seignosse schwächer als in Hossegor und Capbreton (abgesehen vom Strand “ la Sud „), weil die Wellen an Geschwindigkeit verlieren , weil sie auf größere Sandbänke weit weg von der Gouf-Kluft entrollen.

4. Der richtige Spot zur richtigen Gezeitenzeit

Das richtige Moment lässt sich nicht verschieben, manchmal sieht die See wie ein See aus und zwei Stunden später vor Ebbe beginnen sich große Wellen zu formen. Zwei Kilometer nördlich zur gleichen Ebbeperiode werden die Wellen sich schließen und uninteressant sein, aber dann anfangen, bei Flut perfekt auf die Küstensandbänke zu entrollen.

Eine Besonderheit der Sankbänke ist, dass sie sich ständig verändern. Ohne sich regelmäßig die Spots anzusehen, ist es schwer, zu wissen, an welchen Strand und zu welcher Gezeitenzeit die besten Wellen entrollen. Manchmal entdeckt man eine Welle an einem kaum besuchten Spott, bis einige die Nachricht verbreiten.

Natürlich haben die Webcams das Surfen demokratisiert, indem man die Surfbedingungen auf dem Sofa beobachten kann. Aber es ist keine Garantie, einmal im Auto kann der Wind drehen, der Spot überfüllt sein und der Gezeitenkoeffizient kann eine perfekte Welle in eine unsurfbare verwandeln.
Die Webcams sind von kurzsichtiger Hilfe.

Im allgemeinen erträgt die Wasserfläche besser bei Flut den Seewind, die Wellen werden weniger entformt, es sei denn es gibt genug Wasser am Spot.

Um seine Surfsession gut zu planen, kreuzt man am besten die Wettervorhersagen mit einer guten Kenntnis des Ortes. Dafür sind ein Surffreund oder eine Surfschule von guter Hilfe, damit der fremde Surfer eine kostbare Zeit gewinnt !

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