Die Wetterlage für das Wellenreiten in den « Landes ». Teil 1. Luft und Wasser

Auszug aus der am 18. Dezember 2012 in einer Halle eines südamerikanischen Flughafens gehaltenen Konferenz des Professors Pancake, des renomierten Spezialisten in Surf­Geopolitik.

Um das etwa zu veranschaulichen, will ich den typischen Wochenablauf des Surfers vom Aufstehen bis ins Bett gehen beschreiben und zeigen, wie er die Elemente seiner Umgebunganalysiert, um die besten Wellen am günstigsten Moment surfen zu können !!

Mit Internet und den zahlreichen Webseiten für den Surfwetterbericht hat der Surfer die Meteorologie verlernt. Hiermit wollen wir einige Grundkenntnisse wieder in Erinnerung bringen.

Regel Nummer 1, ob Wasser oder Luft, was ist kalt ist schwer und die Meeresströmungen stehen im engen Zusammenhang mit den Luftströmungen.

Der Golfstrom ist Teil des Nordäquatorialstroms und des Floridastroms, er flieβt durch den Golf von Mexiko in die Atlantik. An den Küsten der nördlichen Hemisphäre sind die jahreszeitlichen Schwankungen der Temperatur wegen der starken Sonnenstrahlungen an der Wasseroberfläche groβ bis 15 Grad manchmal. Aber in Portugal und Marroko, an deren Küsten der Golfstrom direkt flieβt, verändern sich die Temperaturen kaum, zwischen 15 und 22 Grad über das ganze Jahr.

Im Süden der « Landes »sinkt das Wasser im Winter auf 12 Grad im allgemeinen. Weiter nach Norden in die « Gironde » ist der Unterschied gröβer, im Winter kann die Temperatur der Wasseroberfläche auf 9 Grad sinken.

Corioliskraft : Die Corioliskraft zieht den auf der Nordhalbkugel bewegten Körper nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links. Allgemein dreht sich die Luft auf der Nordhalbkugel um Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn, um Tiefdruckgebiete gegen den Uhrzeigersinn. (Auf der Südhalbkugel ist dies genau umgekehrt. )

1 . Eine Isobarenkarte verstehen :

Die Tiefdruckgebiete (Depression : die schwere Luft fällt nach unten) und die Hochdruckgebiete (Antizyklone : die leichte Luft steigt) werden auf den Wetterkarten durch spiralenförmige Linien materialisiert, die Isobaren, die für Orte gleichen Luftdrucks stehen. In einem Tief mit den eng beieinander stehenden Isobaren fällt der Luftdruck zur Mitte hin ab. In den Hochdruckgebieten nimmt er dagegen zur Mitte hin zu, die einzelnen Isobaren sind dort weiter voneinander entfernen. In den gemäβigten Zonen herrscht Westwind : die kalte Luft sinkt unter die warme Luft und bewirkt ein rotierendes System, die Grenzen zwischen diesen verschiedenen Luftmassen werden durch Fronten gekennzeichnet und weil sie nicht den gleichen Druck haben, können sie sich nicht mischen.

Wie liest man eine Isobarkarte ? Die Isobaren sind Linien gleichen Luftdrucks und zeigen die Form und die Lokalisierung der verschiedenen Luftdruckgebiete. An den Isobaren stehen Zahlen, die den Luftdruck in der Einheit Hektopascal (hPa) oder in Millibar (Mb) angeben.

Ein mittlerer Luftdruck beträgt 1015 Mb

Ein Hoch / Antizyklon : 1035Mb . Um Hochs wirbelt der Wind im Uhrzeigersinn (Coroliskraft), es sind eher schwache Winde. Die Isobar hat eine Kartoffelform.

Ein Tief / Depression : 948 Mb (ganz tief) bis 1010 ­1000 (schwach), 980­ 1000 (mittel) bis 960­ 980 (stark). Der Wind ist die Luft, die von den Hochdruckgebieten zu den Tiefgebieten hinunter strömt.

Um Tiefdruckgebiete strömt die Luft gegen den Uhrzeigersinn. Die Isobar hat eine Zwiebelform. Je enger die Isobaren zueinander stehen, desto höher der Luftdruckruck und stärker die Winde (Luftmassenaustausch zwischen den Linien), die ungefähr parallel zu den Isobaren wehen.

2 . Die Rolle der Tiefdruckgebiete in der Wellenentstehung :

Der Wind weht an der Meeresoberfläche und die Reibung der Wasseroberfläche erzeugt Verwirbelungen, die in Windrichtung geschoben werden. Satelliten und Meeresbojen ( Gascogne Ouest Arcachon Buoy) messen die Höhe der Wellen : von allen Bewegungen ­auf und ab­ wird das oberste Drittel genommen, und aus diesem Drittel wird der Mittelwert gebildet.

Es ist keine groβe Wasserfläche nötig, um Wellen zu erzeugen : so bekommen Meere und Seen Wellen. Die Erdgravitation ist schuld daran, dass die vom Wind erzeugten « Gravitationswellen an der Oberfläche »immer wieder aufgebaut werden.. Diese kleinen Wellen bewegen sich zuerst chaotisch, dann sammeln sie sich, werden stäker, die kürzesten Wellen gehen in die längeren , um sie zu verstärken.

Als die Wellen diese Windsee verlassen, verwandeln sie sich in Dünung ( kaum merklich an der Oberfläche) und treffen an die Küste, wo sie aussterben. Diese Reise kann 12 Tage auf 15000 Km im Pazifik dauern.

Hauptcharakteristiken :

  • die Wellenhöhe : Distanz zwischen dem Wellenkamm und dem Wellental
  • die Wellenlänge : waagerechte Distanz zwischen zwei Wellenkämmen
  • die Periode ist der Zeitabschnitt zwischen zwei Wellenhöhen
  • die Wellengeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit der sich Wellen ausbreiten

3 . Auβergewöhnliche Phänomene, die die saisonalen Tendenzen verändern und starke Dünung provozieren :

El Niño : die ungewöhnliche Erwärmung der Wasseroberfläche des Ostpazifiks zur Weihnachtszeit provoziert Veränderungen des Luftdrucks, was Trockenheit, Überschwemmungen, Zyklonen, Erdrutsche, Korallenbleiche mit sich bringt…eine Erwärmung über 0,5° C erhöhte die Dünungkraft im Nordpazifik im Januar 1998… Europa wird wenig von diesem Phänomen betroffen. Das Gesamtniveau der Ozeane steigt dann um einen Zentimeter.La Niña tritt meist im Anschluss an ein El­Niño­Ereignis, es ist dessen Gegenstück.

Die tropischen Wirberstürme oder Zyklone sind atmosphärische Störungen des Äquatorsgebiets. Sie heiβen Zyklone im Indischen Ozean und in Australien, Hurrikane in der Atlantik, Taifune in Asien. Sie können 600 bis 2000 Km Breite erreichen und 4 bis 31 Tage dauern.

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