Instagram ist das Veröffentlichen eines kurzen Ausschnitts aus dem Leben, eines Fotos oder einer Videosequenz in sozialen Netzwerken, meist mit einem kurzen Text und Schlüsselwörtern, um zu gefallen und der Welt ein Traumbild von sich selbst zu präsentieren, eine verbesserte Version, ein Super-Ich.
Man wird sagen, dass So-und-so einen Instagrasmus hatte.
Dies stärkt das Selbstwertgefühl, macht Spaß und führt zu einer Sucht bei demjenigen, der einen Instagram nach dem anderen veröffentlicht. Auch der Empfänger des Instagrams kann durch einen Übertragungsmechanismus eine Art Vergnügen und Sucht empfinden, da das Bild des anderen zu einer Fantasieversion seiner selbst wird.
In der Surfkultur, in der es eine Reihe von Verhaltensregeln gibt, wird das Veröffentlichen eines Fotos von einem Surfspot mit Namen und Ort, besonders wenn es sich um einen wenig besuchten oder gar geheimen Spot handelt, von anderen Surfern sehr schlecht aufgenommen. Und das aus gutem Grund, denn sie sehen dann, wie ihr ruhiger Strand von Horden von Surfern belagert wird, weil ein einziger Instagrammer sein Ego in den Vordergrund gestellt hat. Ähnlich wie das Tik-Tok-Phänomen im Sommer 2021, als ein Influencer “alle nach Hossegor” rief und dies bei einem jungen Partypublikum zu einem Massentourismus an diesem Ort führte.
Instagram ist jedoch nicht immer ein unbewusstes Phänomen, sondern wird oft zu einem Marketinginstrument, einem Werbegag im Ozean der sozialen Netzwerke. Der Instagrammer verkauft sich an den Meistbietenden. Bedeutet dies, dass sein Instagram simuliert ist? Zweifellos gibt es bereits Forscher, die sich mit dieser Frage beschäftigen.
Ein Beispiel dafür ist die Go-pro, die man an der Vorderseite des Surfbretts oder an einer Stange befestigen kann.
Surfen ist das Traumfahrzeug schlechthin. Surfen macht cool, Surfen macht umweltfreundlich, Surfen macht schön und das hat der Politiker am Meer, so konservativ er auch sein mag, sehr gut verstanden.