Surf Bilder 2018

Eine weitere tolle Surf-Saison in Qualitätswellen abseits der Massen mit der Ki Surf School!

Landais sagen: „Solange es Wellen gibt, gibt es Hoffnung!

Das Mythos des Shortboards

Surfen und falsche Vorstellungen : das Shortboard unbedingt

Surfcoaches, Shapers, Surfshops und alle Profis der Branche beobachten täglich diese Vorliebe des Verbrauchers für das möglichst kürzeste Board.

Der Surfanfänger, der kaum Auftrieb erreicht, träumt schon von einem kurzen spitzen Board. Die Beobachtung von erfahrenen Surfern führt zu folgenden Schluβfolgerungen :

« Ein kürzeres Brett hilft mir beim Diven, um schneller zum Peak zu kommen »

FALSCH : Diven ist zwar mit einem groβen Brett unmöglich, aber ein Brett, das leicht ins Wasser taucht, ist auch ein Brett, das leicht unters Wasser sinkt, wenn der Surfer einfach dafauf liegt. Hat der Surfer keine genügende Paddelkraft, damit es schwimmt, wird das Brett nur langsam vorangleiten und bis aufs hohe Meer paddeln wird mühsam und länger als mit einem gröβeren Brett sein.

« Ein spiztes kurzes Brett hift mir beim Drehen »

Hier auch stimmt für mittelmäβige Surfer nicht , was für Experten gilt. Die Kürze des Brettes und die Spitze der Nase reduzieren noch das Volumen des Brettes, so dass der Surfer Mühe haben wird, die Welle anzustarten. Er wird sich erschöpfen und ihm wird die nötige Geschwindigkeit für den Take-off fehlen. In Folge dessen wird er fallen oder zu spät die Welle anreiten.

Ein gelungenes Surfen besteht in harmoniösen, weit ausholenden, floskellosen Kurven. Tausende nervöse Bewegungen sind uneffizient für die Geschwindigkeit und die Manövrierbarkeit beim Drehen.

Ein kurzes Brett kann gut schwimmen und dem Anfänger angepasst sein, wenn sie an Breite gewinnt, was sie an Länge einbüβt, und eine runde Nase hat. Sie muss auch dem Gewicht, der Surffrequenz, der physischen Kraft und dem technischen Niveau des Surfers entsprechen.

Spitz zulaufende Nase und Tail sind in besonders hohlen und kräftigen Wellen angepasst, denn sie sollen das Ausrutschen des Brettes hindern. Denn in solche etwa bösen Wellen muss man lieber früh und optimal mit einem runden Brett rein als zu spät mit einem spitzen Brett. Von der Lippe der Welle mitgenommen endet man mit einem late Take-off.

« Ein kurzes Brett mit viel Rocker und einer spitzen Nase wird das Risiko am Fuβe der Welle einzuspitzeln hindern »

Ein Surfbrett hat viel Rocker, wenn es stark aufgebogen ist. wie eine Banane. Es soll sich der Form der Welle besser anpassen und das Risiko einzuspitzeln verringern.

Jedoch hat diese Brettform einen groβen Nachteil, denn es erzeugt mehr Strömungwiderstand. Man verliert an Gleitgeschwindigkeit beim Paddeln und beim Reiten. Tatsächlich je flacher das Brett, desto gröβer die Geschwindigkeit. Deshalb muss man sich gut überlegen, ob ein Rocker notwendig ist, es hängt von seiner Paddelfähigkeit und dem Typ der Wellen, die man reiten will, an.

Mit ein bisschen Lift vorn hat man ein flaches und schnelles Brett, das nicht einspitzelt. Lieber rechtzeitig mit einem Brett mit mehr Tragfläche in die Welle rein, als zu spät die Welle erklettern wollen und ins Leere stürzen.

« Die Profis benutzen spitze, dünne und schmale Bretter »

Stimmt, denn ihre Paddelkraft ermöglicht, dass sie unheimlich schnell die Welle erwischen, ihre Geschwindigkeit beim Reiten behalten und optimal den Wellen entlang gleiten.

Übrigens ist es aus mit der Mode der 90er Jahren mit Brettern 18 1/2 Breite. Selbst die Profis bevorzugen heutzutage gröβere, beziehungsweise breitere Bretter.

Auβerdem sorgt vor allem die Leichtigkeit der Bretter für gröβere Manövrierbarkeit. Man spricht von Einwegbrettern, so fein und zerbrechlich sie sind. Man muss Nabab sein oder Sponsoren haben, um sich solche kostbare Bretter leisten zu können.

Man sieht auch Surfer, die mit Longboards Roller machen (der Roller ist eine der klassischen Figuren des Shortboards) : die Geschwindigkeit ist das wichtigste für ein radikales Surfen. Ein bequemes Brett mit Volumen wird den Surfer schneller zum Erfolg vorantreiben, wogegen ein zu kurzes Brett ein Hindernis sein kann.

Ein guter Shaper stellt Bretter her, nicht zum Angeben sondern dem Niveau des Surfers angepasst und entsprechend den Wellen, die er surfen wird.